Ist Puzzeln gut für die Psyche? Ist Puzzeln gut fürs Gehirn? Das sagt die Wissenschaft dazu! 💭
Wir Puzzle-Fans kennen alle das Gefühl: Du legst das letzte Puzzleteil endlich an seinen Platz und für einen Moment ist die Welt vollkommen in Ordnung. Ein kleines Erfolgserlebnis, das dich To-do-Listen, Verpflichtungen und die letzten zehn unnötigen Reels beim Doomscrolling vergessen lässt. Puzzle-Fans sind sich einig: Puzzeln hilft beim Entspannen und Stressabbau! Zudem soll es noch gut für das Gehirn sein und sogar den kognitiven Alterungsprozess verlangsamen.
Aber was davon lässt sich auch wirklich wissenschaftlich belegen?
Diese Frage stellen sich anscheinend viele! Wenn man „Puzzle" bei Google sucht, taucht als eine der häufigsten Fragen auf: Ist Puzzeln gut für die Psyche? Wir haben uns die Forschungslage angeschaut und die Antwort ist zumindest unserer Meinung nach ein vorsichtiges Ja.
Was sagt die Wissenschaft zum Thema Puzzeln und Gehirn?
Zugegeben: Studien, die sich explizit mit dem Puzzeln beschäftigen, sind noch rar. Wir sind aber auf eine Studie der Universität Ulm aus dem Jahr 2018 gestoßen (aus Transparenzgründen wollen wir auch erwähnen, dass sie von einem großen Spielehersteller in Auftrag gegeben wurde), die speziell Puzzeln bei Erwachsenen untersuchte und zu einem interessanten Ergebnis kam: Erwachsene mit langjähriger Puzzle-Erfahrung schnitten in kognitiven Tests besser ab, auch wenn man Faktoren wie Alter und Bildung herausrechnete.
Zwar zeigte ein kurzfristiger 30-Tage-Test keinen signifikanten Unterschied zwischen Puzzlern und Nicht-Puzzlern, aber die Studie legt nahe, dass langfristiges, regelmäßiges Puzzeln als Gehirntraining wirken kann, bei dem beide Gehirnhälften gleichzeitig gefordert sind Die linke Seite, zuständig für Logik und analytisches Denken, sucht nach Mustern und Formen und die rechte, der Kreativteil, denkt in Farben und Zusammenhängen.
Insbesondere folgende Fähigkeiten werden durch regelmäßiges Puzzeln bei Erwachsenen trainiert:
- Visuell-räumliches Denken
- Aufmerksamkeit und Konzentration
- Gedächtnis
- Problemlösung
Hilft Puzzeln wirklich beim Entspannen und Stressabbau?
Dazu kommt ein Effekt, den viele Puzzle-Fans intuitiv kennen: Die fokussierte Beschäftigung mit dem Puzzle schafft eine Art mentale Auszeit. Die Gedanken kreisen nicht mehr um Sorgen, sondern sind vollständig im Moment. Psychologen nennen diesen Zustand Flow. Eine wissenschaftliche Studie, die sich exakt mit dem Puzzeln zur Entspannung beschäftigt, ist uns aber noch nicht bekannt. Allerdings gibt es einige vergleichbare Aktivitäten, bei denen eine Verringerung des Stresslevels (Cortisolspiegels) festgestellt wurde. Wir hoffen, dass man das Puzzeln hinsichtlich der Effekte auf die Psyche nochmal konkreter untersucht!

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Fazit: Für uns ist Puzzeln unterschätzte Selbstfürsorge
In einer Welt, die immer schneller und lauter wird, ist Puzzeln eine der einfachsten Formen der Selbstfürsorge. Man braucht weder große Erfahrung noch eine Anleitung, sondern muss sich nur etwas Zeit nehmen.
Also: Das nächste Mal, wenn du eine Pause brauchst, verliere dich nicht im nächsten Kurzvideo- Rabbithole, sondern probiere eines unserer Puzzles mit Hörbuch aus. 😊
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(Geschrieben von Julian Hannes)
Quelle: Fissler et al. (2018). Jigsaw Puzzling Taps Multiple Cognitive Abilities and Is a Potential Protective Factor for Cognitive Aging. Frontiers in Aging Neuroscience. Link zur Studie